Zu dieser Jahreszeit kann es vorkommen, dass in den frühen Morgenstunden Schüsse in der Umgebung zu hören sind. Wir möchten Sie darüber informieren, dass diese im Zusammenhang mit notwendigen Maßnahmen der Wildbewirtschaftung stehen.
Als Jägerinnen und Jäger tragen wir Verantwortung für die Erhaltung eines gesunden und ausgewogenen Wildbestandes. Dazu gehört auch die Regulierung bestimmter Arten, deren übermäßiges Auftreten negative Auswirkungen auf die heimische Tierwelt und die Landwirtschaft haben kann.
Insbesondere der Bestand an Krähen und anderen Rabenvögeln hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Diese Vögel treten häufig als Nesträuber auf und gefährden die Gelege sowie Jungvögel zahlreicher Boden- und Singvogelarten. Darüber hinaus stellen sie eine Bedrohung für kleine Säugetiere und Jungtiere dar, beispielsweise für neugeborenes Wild. Auch in der Landwirtschaft können Rabenvögel erhebliche Schäden verursachen, etwa durch das Aufpicken von Silofolien oder das Herausziehen keimender Maispflanzen. Aus diesen Gründen wird die Bejagung von Rabenvögeln vom Niederösterreichischen Landesjagdverband besonders unterstützt.
Die frühen Morgenstunden stellen den günstigsten Zeitpunkt für diese Jagd dar, da Krähen dann ihre Schlafplätze verlassen und in größeren Schwärmen zur Nahrungssuche auf Felder und Wiesen einfallen.
Da Krähen außerordentlich intelligente und vorsichtige Vögel sind, müssen sich Jägerinnen und Jäger der Umgebung anpassen und gut tarnen, um erfolgreich jagen zu können. Deshalb sind sie für Spaziergänger und Anwohner oft nicht sichtbar.
Aus diesem Grund kann es vorkommen, dass morgens vermehrt Schüsse zu hören sind, ohne dass ein Jäger zu sehen ist.
Wir verstehen, dass diese Geräusche mitunter beunruhigend wirken können. Bitte seien Sie jedoch versichert, dass die Jagd ausschließlich unter Einhaltung strenger gesetzlicher Vorgaben und höchster Sicherheitsstandards ausgeübt wird.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
Hochachtungsvoll
die Jagdgesellschaft Kirchstetten
Jagdleiter Maron Alfred
Tel. 0680 322 329 0
Text & Foto: Alfred Maron